Frankfurt am Main: – Im Frankfurter Marktgebiet wurden 2008 mit gut 1,45 Milliarden Euro knapp 82 Prozent weniger in Gewerbeimmobilien angelegt als im Vorjahr (über 7,9 Mrd. €). Damit liegt Frankfurt gemeinsam mit München an dritter Stelle aller großen deutschen Standorte hinter Berlin und Hamburg. Dies ergibt der „Investment Market Report 2009“, den Atisreal, Deutschlands führender Berater für Gewerbeimmobilien, Ende Februar veröffentlichen wird.
Chantal Schaum für Atisreal Holding GmbH

Der Gesamtumsatz enthält anteilig eingerechnete Portfoliotransaktionen von 128 Millionen Euro. „Nachdem der Frankfurter Investmentmarkt im Jahr 2007 mit gut 3 Milliarden Euro stark von den Portfolioumsätzen profitiert hat, weist er 2008 den mit Abstand geringsten Anteil aller Standorte auf”, erläutert Oliver Barth, Geschäftsführer der Atisreal GmbH und zuständig für die Frankfurter Niederlassung. „Für das rückläufige Transaktionsvolumen ist vor allem die deutliche Reduktion der Großabschlüsse über 50 Millionen Euro verantwortlich. Hier zeigen sich ganz massiv die Auswirkungen der Finanzkrise, die eine Finanzierung großer Transaktionen nahezu unmöglich macht.”
Die Verkäufe haben sich von 209 (2007) auf nur noch 74 reduziert, was vor allem an den wenigen Portfoliodeals lag. Auch das durchschnittliche Volumen pro Abschluss sank von fast 38 auf knapp 20 Millionen Euro. Der Gesamtumsatz der Großdeals über 50 Millionen Euro verringerte sich um 89 Prozent (auf 646 Mio. €). Gleichzeitig sank ihr relativer Anteil am Ergebnis (von gut 73 % auf knapp 45 %). Die Transaktionen bis 50 Millionen Euro verringerten sich um 62 Prozent. Das Investmentgeschehen im Marktsegment der kleinen Deals bis 10 Millionen Euro ist weiterhin rege; hier wurden über die Hälfte aller Abschlüsse getätigt.
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